In wenigen Wochen beginnt der zweite Abschnitt der Dachsanierung am Westflügel von Schloss Friedenstein. An den Voraussetzungen dafür wird intensiv gearbeitet, und bislang läuft trotz der Coronakrise alles planmäßig. Der Gerüstbau hat bereits begonnen.

Sichtbares Zeichen wird das Umsetzen des Schutzdachs sein, unter dem der Dachstuhl saniert wird. Derzeit schützt es noch die Nordhälfte des Flügels, wo letzte Zimmererarbeiten laufen. Außerdem haben die Dachdecker mit dem Aufbringen der Holzschalung und einer Spannbahn begonnen. Wenn das abgeschlossen ist, kann die Schieferdeckung unter freiem Himmel beginnen. Die Zimmerleute werden dann an der Südhälfte arbeiten, wo sie nach der Abnahme des maroden Schiefers und der alten Schalung Sparren für Sparren die Sanierung des Dachstuhls und der Deckenbalken fortführen.

Zuvor muss das Schutzdach versetzt werden. Bereits jetzt sind die Fassadengerüste auf die mehr als 100 Meter des gesamten Flügels verlängert. Um das Dach tragen zu können, werden sie noch mit einer Stützkonstruktion verstärkt. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Schutzdach am 20. Mai nach Süden verschoben sein.

Die Dachsanierung am Westflügel ist die erste von mehreren umfassenden Maßnahmen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten im Rahmen der 60-Millionen-Euro-Sanierung von Schloss Friedenstein mit Herzoglichem Park Gotha, je zur Hälfe gefördert von Bund und Land.

Weitere Informationen rund um Schloss Friedenstein und die Sanierungsmaßnahmen unter www.friedensteinblog.de.

 

Foto: Gotha, Schloss Friedenstein, Westflügel, nördlicher Dachstuhl mit Schalung, Foto: Architektur + Denkmalpflege, Dr.-Ing. Anja Löffler