Oft sind sie erst auf den zweiten Blick erkennbar – die baulichen Zeugnisse früherer Klöster in Thüringen. Infolge der Reformation wurden die meisten von ihnen aufgegeben. Einst Zentren kulturellen Austauschs und Motoren regionaler Entwicklung, wurden sie in Domänen überführt, überdauerten als Ruinen oder wurden umgebaut. Die Vielfalt der thüringischen Klosterlandschaft nehmen nun die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und das Hennebergische Museum Kloster Veßra mit einer gemeinsamen Tagung in den Blick.

Unter dem Titel „Die Klosterlandschaft Thüringen zwischen europäischen Ordensnetzwerken und regionaler Wirkungssphäre“ geht es im Rahmen des diesjährigen Herbstsymposions der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten am 21. und 22. Oktober 2022 in Kloster Veßra um Aspekte der mittelalterlichen Klosterkultur, aber auch um den Umgang mit Klöstern bis in die Gegenwart. Die Vorträge thematisieren anhand von Beispielen die Klosterlandschaftsforschung, Klosterbibliotheken, das Hausklosterwesen und das Stiftergedenken und geben Einblicke in Klosternetzwerke der Gegenwart und moderne Vermittlungsansätze. Für den Festvortrag konnten die Veranstalter Thomas Handgrätinger OPraem aus der Abtei Windberg gewinnen, den emeritierten Generalabt des Prämonstratenserordens. Er wird über das Klosterleben in der Gegenwart und seine historischen Hintergründe sprechen.

Das Programm richtet sich sowohl an ein Fachpublikum als auch an allgemein Interessierte. Am zweiten Tag führt eine Exkursion unter fachkundiger Führung in die früheren Klosteranlagen Trostadt und Paulinzella

Herbstsymposion „Die Klosterlandschaft Thüringen zwischen europäischen Ordensnetzwerken und regionaler Wirkungssphäre“

  1. und 22. Oktober 2022, Kloster Veßra

Programm und Anmeldung unter https://shop.thueringerschloesser.de/aktuelles/herbstsymposion/

E-Mail: veranstaltungen@thueringerschloesser.de

 

Abbildung: Kloster Veßra in Südthüringen, Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Hajo Dietz Luftbildfotografie